Studienreise 2021 in das Traumland Norwegen

Die Kolpingsfamilie Ramsen besuchte vom 11.09. - 18.09.2021 mit 21 Personen Norwegen. Nach Ankunft am Flughafen in Oslo ging es am Mjøsasee, dem größten See Norwegens (117 km lang, 15 km breit) entlang. Unterwegs grüßte uns in Hamar das auf dem kopfstehende Wikingerschiff, eine der größten Eisschnelllaufhallen der Welt. In Lillehammer stand ein Bummel in der Fußgängerzone und ein Besuch der Sprungschanzen mit der Olympiafackel von 1994 an. Anschließend ging es weiter zur Stabkirche in Ringebu. Dann wurde ein Berghotel auf einem Fjell zur ersten Übernachtung angesteuert.

Am nächsten Morgen fuhren wir durch das Gudbrandstal und über das herbstliche Dovrefjell weiter nach Trondheim. Zunächst ging es mit dem Bus hinauf zur Festung Kristiansen. Hier hatten wir einen sehr guten Blick über die Stadt. Beim Stadtrundgang sahen wir das Rathaus, den neuen Marktplatz mit dem Standbild des Stadtgründers Olav Tryggvason, die königliche Residenz „Stiftsgården“ -das größte Holzgebäude Skandinaviens-. Über die Holzbrücke Gamle Bybro, dem „Tor zum Glück“, stattet wir dem Viertel Bakklandet einen Besuch ab. Tina erklärte uns den Fahrradlift „Trampe“ und Björn sang uns an der Radioskulptur ein Lied. Dann stand als Highlight der Besuch der großartigsten Kirche Skandinaviens an: Der Nidarosdom -Grablege des Heiligen Olav und Krönungsstätte der norwegischen Könige-. Einige waren sehr ergriffen von dem gewaltigen Kirchenraum. Zum Nidarosdom führen die acht verschiedenen Routen der St. Olavswege; auf insgesamt 3.000 km Länge sind Pilger und Wanderer unterwegs.

Spät nachmittags fuhren wir weiter nach Stiklestad. Hier starb am 29. Juli 1030 der norwegische König Olav II. Haraldsson in einer Schlacht; später wurde sein Leichnam nach Trondheim (damals Nidaros) gebracht und er wurde heiliggesprochen. Olav ist der ewige König Norwegens; er markiert den Übergang von der Wikingerzeit zum Christentum und einte erstmals Norwegen. Abends wurde uns stilgerecht in einem Wikingerlanghaus ein Wikingermahl serviert.

Wieder war ein zeitiges Frühstück angesagt. Es ging ans Meer. Über Trondheim erreichten wir die Altlantikstraße und staunten nicht schlecht über die spektakuläre Streckenführung durch die zerklüftete Schärenlandschaft. Über die Küsten-Festungsanlage der Deutschen Wehrmacht in Bud und die Rosenstadt Molde fuhren wir weiter nach Ålesund. Der Bus brachte uns zum Aussichtspunkt auf dem Aksla. Für die letzten Meter zu Fuß wurden wir mit einer fantastischen Aussicht über die auf drei Inseln liegende Stadt Ålesund und der sie umgebenden Fjordlandschaft belohnt. Vor dem Abendessen gab es noch einen Rundgang durch die Stadt. Am 23.01.1904 wütete in der Stadt 16 Stunden lang ein verheerender Großbrand; über 850 Holzhäuser wurden zerstört. Die Stadt wurde im Jugendstil wieder aufgebaut; tatkräftige Hilfe kam auch aus Deutschland, insbesondere von Kaiser Wilhelm II.. Er war ein großer Norwegenliebhaber und unterstütze den Aufbau auch mit seinen privaten Mitteln. Eine Straße ist nach ihm benannt und ein Denkmal wurde errichtet.

Der vierte Tag wartet zunächst mit den Trollstigen auf. In elf engen Haarnadelkurven zieht sich die Straße an einer Felswand hoch und überquert den Wasserfall Stigfossen. Oben angekommen gab es einen Abstecher zu der Aussichtsplattform. Weiter ging es Richtung Linge zur Fähre nach Eidsdal. Zuvor ließen wir uns von dem tosendem Wasser der Gudbrandsschlucht noch etwas erfrischen. Nach der Fähre befuhren wir die Adlerstraße, die uns über viele Serpentinen nach Geiranger brachte. Dann stand eine Bootsfahrt auf dem Geirangerfjord an, vorbei an den Wasserfällen der „Sieben Schwestern“, „Freier“ und „Brautschleier“. In Hellesylt ging es wieder an Land und gleich der nächste Wasserfall: Hellesyltfossen. Auf dem Weg nach Skei zogen wir noch eine Schleife über Olden ins hintere Briksdal und hatten eine herrliche Sicht auf den Briksdalsbreen, einem Seitenarm des Jostedalsbreen, dem größten europäischen Festlandsgletscher (474 qkm , 500 m dick). Am Innvikfjord entlang erreichten wir Utvik und überquerten das Utvikfjell, bevor wir in Skei am Jølstravatnet unser Hotel bezogen.

Morgens lagen zauberhafte Dunstfelder über dem See, gerade so als würden Feen Wattebänder durch die Landschaft ziehen. Unseren ersten Stopp legten wir am leicht zugänglichen Bøyabreen ein, einem Hängegletscher, der ebenfalls zum Jostedalsbreen gehört. Im Fjærland kamen wir am Gletschermuseum vorbei und erreichten über Sogndal die Fähre in Mannheller, die uns über den Sognefjord nach Fodnes brachte.

Nach Lærdal befuhren wir ein Stück der Alten Königsstraße, die über das Filefjell führt und Valdres im Osten mit dem Lærdalental im Westen verbindet. Die angrenzenden Bauern mussten diese Straße bauen und auch unterhalten. Die Straße musste mindestens drei Meter breit sein; Kontrolleure überprüften das. Falls es dem König mal einfallen sollte die Region zu besuchen, benötigte er eine entsprechende Straße. Unser Ziel war die Stabkirche in Borgund, wo uns eine Führung erwartete.

Die Stabkirche Borgund ist eines der ältesten Holzgebäude Europas und die ursprünglichste aller Stabkirchen. Von einst über 1.000 Stabkirchen, sind 28 noch gut und größtenteils im Originalzustand erhalten. Das Holz der Stäbe wurde im Jahr 1180 geschlagen. Mit ihren mehrstufigen Dächern, den Drachenköpfen und Turmspitzen und der Verkleidung mit Holzschindeln versetzte sie uns Jahrhunderte zurück. Um die Kirche verläuft ein überdachter Laubengang; sie hat drei Portale, wobei der Westportal am meisten mit Schnitzwerk verziert ist. Der Mittelraum ist erhöht, die Stäbe werden durch Andreaskreuze stabilisiert. Die Kirche wird außen alle paar Jahre mit einer Mischung aus Öl von der Kiefer, Kohle und Teer „imprägniert“.

Auf dem Weg nach nach Flåm könnte man jetzt den fast 25 km langen Lærdalstunnel nehmen – aber da sieht man ja nichts. Unser Busfahrer Björn hatte eine bessere Idee und schraubte sich mit dem Bus auf dem Aurlandsvegen von Meereshöhe null auf 1.306 Meter hoch. Der Gegenverkehr auf der feldwegbreiten, serpentinenreichen Straße war über unser Erscheinen nicht immer begeistert. Der Weg über das Aurlandsfjell bietet grandiose Einblicke in die Gebirgswelt. Am Aussichtspunkt „Stegastein“ genießen wir den herrlichen Blick auf den Aurlandsfjord. ….und dann geht fast noch steiler runter nach Aurland und von dort weiter nach Flåm. Hier ist etwas shopping angesagt, bevor es mit der modernen Elektrofähre weiter geht. Die Fähre schwebt lautlos durch den Aurlandsfjord und es wird immer enger und dann geht es links ab in den steilen und noch engeren Nærøyfjord; dieser ist wie der Geirangerfjord UNESCO-Weltnaturerbe. Unser Ziel ist Gudvangen. Der Bus ist durch einen Tunnel gefahren und holt uns ab. Da wir kein Interesse an „Smalahove“ (gekochtem Schafskopf) haben, fuhren wir durch die Adrenalin-Hauptstadt Norwegens „Voss“ weiter nach Bergen. Hier blieben wir zwei Nächte.

Am fünften Tag legten Bus und Fahrer eine Ruhepause ein und Tina erkundete mit uns Bergen zu Fuß. Bergen ist die zweitgrößte Stadt in Norwegen. Ganz leichter Nieselregen hat eingesetzt, das kann man in der Hauptstadt des Regens auch schließlich erwarten. Einen kurzen Überblick auf die Stadt gab es am Hafen, wo auch die Versorgungsschiffe für die Ölplattformen liegen. Die Festung Bergenhus, die Håkonshalle, der eingerüstete Rosenkranzturm und natürlich die Holzhäuser des alten Hanseviertels grüßen über dem Wasser. Über enge Gassen ging es in den ehemaligen Klosterbezirk und wir machten der Statue von Amalie Skram (1846 in Bergen geboren) -Schriftstellerin und Frauenrechtlerin- unsere Aufwartung. Etwas weiter oben steht die Statue „Mutter mit Kind“ ein Mahnmal gegen den Krieg. Von dem Platz auf der Landzunge konnten wir den Industriehafen mit dem Terminal der Hurtigruten gut sehen. In Bergen starten die Schiffe der Hurtigruten auf dem Weg zum Nordkapp und kommen nach elf Tagen wieder hierher zurück. Nette bunte Holzhäuser säumen unseren Weg zurück in die Innenstadt.

„Den Nationale Scene“ ist das älteste Theater mit festen Standort in Bergen. Vor dem Gebäude stehen Statuen von Bjørnstjerne Bjørnson und Henrik Ibsen. Die Skulptur „Liegender Poet“ wurde 1958 geschaffen. Weiter auf den Ole Bulls Plans kommt ein Denkmal in Form eines Brunnens für Ole Bull, ein Sohn der Stadt -Violinist und Komponist-. Im Byparken wurde 1917 zwischen Telegraphenamt und dem blumengeschmückten Musikpavillon die Statue von Eduard Grieg aufgestellt … da steht er, der kleine Mann (1,52 m) oben auf der Säule und hat uns so großes mit seinen Peer-Gynt-Suiten hinterlassen. Die Museen um den Byparken sind derzeit von den Zelten des Corona-Zentrums verdeckt. Nördlich schließt sich der Stadtpark an. Wir gehen weiter Richtung Fischmarkt, kurz grüßt uns die Domkirche (wird gerade renoviert) und wir verweilen noch am Denkmal für Ludwig Baron Holberg, dänisch-norwegischer Dichter, 1684 in Bergen geboren. Der Fischmarkt ist wegen Corona etwas ausgedünnt. Die Stände öffnen täglich ab 11 Uhr. Ein großes Angebot befindet sich in den 2012 errichteten Markthallen. Ein kurzer Blick zum Fløyen, da hängt ein tiefes Wolkenband …. wir verschieben besser die Auffahrt.

So geht es weiter in das geschichtsträchtige Hanseviertel „Bryggen“ oder „Tyskebryggen. Das Viertel besteht aus den ehemaligen Handelskontoren der Hanse. Im Jahre 1343 errichtet die Hanse dort ihre erste Niederlassung. Das Hansekontor bestand aus über zwanzig nebeneinanderliegenden Höfen, ganz aus Holz gebaut. Zur Blütezeit machten die deutschen Kaufleute und Handwerker ein Viertel der Stadtbevölkerung Bergens aus. Um Brände zu vermeiden, befanden sich die einzigen geheizten Räume und die Küche in Steingebäuden auf der Nordseite. Gehandelt wurde hauptsächlich mit Getreide aus dem Süden und Fisch aus dem Norden. Seit 1979 steht das Hanseviertel Bryggen mit seinen noch etwa 60 erhaltenen Gebäuden auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO und gilt als historische Sehenswürdigkeit Bergens.

Der Nachmittag steht zur freien Verfügung, am Fischmarkt was essen, durch die Stadt flanieren oder den Kunstwerken der berühmten Street-Artists nachspüren – jeder so wie es passt. .....und die Entscheidung war richtig: Am nächsten Tag ging es mit der ersten Fahrt der Fløybanen auf den Hausberg, den Fløyen. Und die Stadt, der Fjord, die Berge lagen uns bei herrlichem Sonnenschein und sehr guter Sicht zu Füßen. Dann hieß es Abschied nehmen von Bergen. Die Bergenser behaupten von sich: Wir sind keine Norweger, wir sind Bergenser! Am Denkmal für Madame Felle und an der Reeperbahn vorbei verließen wir die Stadt.

Am sechsten Tag ging es Richtung Hardangerfjord. Das erste Ziel war der Steinsdalsfossen, ein Wasserfall mit 50 m Höhe, den man hinter dem Wasser begehen kann. Auf dem Weg zum Fjord unterhielt uns fetzige Musik, gespielt mit einer Hardangerfiedel. Der Hardangerfjord ist mit 180 km Länge und bis zu 893 Meter Tiefe der zweitlängste und zweittiefste Fjord Norwegens. In der Umgebung wachsen viele Obstbäume wie Äpfel, Birnen, Pflaumen und Kirschen. Mönche brachten im 8. Jahrhundert die Bäume hierher, die Christianisierung gelang nicht aber die Obstbäume blieben. Nirgendwo sonst werden diese Früchte nördlicher angebaut. Tina berichtete, dass Südtiroler Obstbauern erwähnten, dass hier viel weniger gespritzt werden muss, da das Ungeziefer gar nicht erst auftritt. Über dem Fjord grüßt der Folgefonnagletscher, der drittgrößte Festlandsgletscher Norwegens (214 qkm).Wir überqueren die Brücke über den Fyksesund und Tina erzählte von einem Einsiedler der hier vollkommen zurückgezogen lebt. Ein Neffe stellt einmal in der Woche Nahrungsmittel, Post und Zeitung ab. Wenn er in der nächsten Woche kommt und die Sachen sind noch da, weiß er, dass sein Onkel verstorben ist. In Steinstø legten wir in einem Cafe/Laden an der Straße eine Pause ein. Die Äpfel dufteten herrlich und der Apfelkuchen schmeckte sehr gut.

Bei der Weiterfahrt kamen wir an einem Aluminiumwerk vorbei. Norwegen ist ein großer Aluminiumproduzent, die Rohstoffe kommen aus Australien und werden hier verarbeitet, da die Elektrizität hier sehr günstig ist. Hauptsächlich werden aber Öl, Fisch und Holz exportiert. 

Wir fuhren in den Vallaviktunnel mit seinem extravagantem Kreisverkehr mit blau beleuchteter, pilzförmiger Deckenstütze. Aus dem Tunnel heraus ging es direkt auf die Hardangerbrücke über den Eidfjorden und gleich wieder auf der anderen Seite in den nächsten Tunnel. Von einem Aussichtsplatz konnten wir später die Brücke von oben sehen. Es ging wieder in die Bergwelt und zum Stopp am Vøringsfossen. Ein Wasserfall mit einer Fallhöhe von knapp 200 m, die größte Freifallstrecke des Wasser beträgt 145 m. Die Schlucht ist von oben sehr gut mit Plattformen begehbar und seit 2020 gibt es auch eine Fußgängerbrücke über dem Wasser. Es geht noch ein Stück weiter hoch zum Sysenvatn, einem Stausee auf 940 m, umgeben von Preisel-, Blau- und Rauschbeeren. Über dem See grüßen die Gletscher. Und dann ging es weiter auf die Hardangervidda, der größten Hochebene Europas. Die alpine Hochfläche ist geprägt von Wiesen und Moorlandschaften, die von Tümpeln, Seen und Flüssen durchzogen werden. Das gesamt Areal liegt über der Baumgrenze - es gibt nur Büsche oder Sträucher. Aufgrund der Höhe herrscht hier arktisches Klima. Auf der Hochfläche leben normalerweise Bergrentiere. Die Tiere hatten eine Krankheit und mussten getötet werden. Im Norden wird ein neuer Herdenstamm gezüchtet und wird hier wieder angesiedelt werden. Wir lernen noch die historisch gewachsene Bedeutung der Farben an den Häusern kennen: Rot = Bauernhof, braun = Landbevölkerung (meist mit Grasdach), weiß = reiche Leute (nur die konnten sich die weiße Farbe leisten). Im Wintersportort Geilo beziehen wir zum letzten mal unser Quartier.

Der Abschiedstag steht an. Nach dem Frühstück geht es über Gol Richtung Oslo. Am Tyrifjord sehen wir Insel Utøya auf der am 22. Juli 2011 ein Massaker auf die Teilnehmer eines Feriencamps verübt wurde und dem 69 (+ 8 zuvor in Oslo) Menschen zum Opfer fielen. In diesem Jahr wurde erstmals wieder ein Feriencamp der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiterpartei veranstaltet; der Terror soll nicht siegen.

In Oslo fuhren wir direkt auf den Holmenkollen und besichtigten die neue Sprungschanze. Sie wurde 2011 anlässlich der Weltmeisterschaft eröffnet. Anschließend konnten wir einen Blick ins Biathlonstadion werfen, wo schon fleißig auf Rollerski trainiert wurde. Dann stand die Stadtbesichtigung an – aber der Oslo-Marathon erforderte Improvisation. Die wichtigsten Punkte wie Oslo-Oper, Karl Johans-Gate, Storting, königliches Schloss, Grand Hotel, Alte Universität, National-Theater, Rathaus, Oslo-Fjord, Festung Akershus und die ältesten Steinhäuser konnten wir doch sehen. Dann war es Zeit zum Flughafen zu fahren. Wir verabschiedeten uns von Björn und Tina. Das Einchecken in Oslo war gegenüber Frankfurt fast wie ein Sanatoriumsaufenthalt. In Frankfurt sind wir pünktlich gegen 20 Uhr gelandet (keiner wollte da unsere ausdrücklich als notwendig deklarierten Einreisepapiere sehen). Der Bus der Firma Meister brachte uns wieder sicher nach Ramsen zurück

…. und wie formulierte da eine Mitreisende am nächsten Tag so treffend: „Ich bin zwar körperlich zurück – aber meine Seele hängt noch in Norwegen.......“ 

22.09.2021, Regina Schulz

Norwegen 001

Lillehammer Sprungschanze

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Trondheim, die alte Brücke

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Trondheim, Bakklandet

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Trondheim, Nidarosdom

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Stiklestad Wikingermahl

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"Wikinger"

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Atlantikstrasse

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Alesund

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Blick in den Fjord

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Jugendstil

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Stigfossen an den Trollstigen

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Trollstigen

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Geiranger

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Aussichtsplattform Geirangerfjord

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Im Geirangerfjord

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Briksdalsbreen

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Am Boyabreen

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Stabkirche Borgund

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Stegastein

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Blick vom Stegastein in den Aurlandsfjord

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Bergen Tyskebryggen

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Bergen vom Floyen aus

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Steindalsfossen

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Hardangerfjord mit Apfelbäumen

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Voringsfossen

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Oslo Oper

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Das waren unsere Stationen. Mit dem Handy gespeichert. (Der Goggel ist immer dabei)

 

Studienreise 2020

Unsere geplante Studienreise nach Nordfrankreich im Oktober 2020 musste wegen der aktuellen Lage abgesagt werden. Als Ersatz wurde eine Busreise innerhalb Deutschlands zum gleichen Termin angeboten.  

  • Es ging „Richtung Ostfriesland“. Die Stadt Leer war ein schönes Ziel. Nur ein Hotel und von dort aus sternförmig die Gegend erkunden. Auf der Anreise besuchten wir die Stadt Meppen mit ihrem Festungswall als Zwischenstation.

  • Die Stadt Leer liegt im Mündungsgebiet der Leda in die Ems und ist von Handel und Seefahrt geprägt. Die historische Altstadt ist sehr gut erhalten, vier Burgen, zahlreiche Bürgerhäuser, Kirchen aus mehreren Jahrhunderten und einiges mehr bot sich zur Besichtigung an.

  • Über die Fehnkultur, also die Besiedlung des Moores, konnten wir uns in Papenburg informieren. Das Emssperrwerk, der Pilsumer Leuchtturm, Greetsiel, Marienhafe und Suurhusen wurden am dritten Reisetag besichtigt.

  • Auch einen Tagesausflug zur kleinsten der ostfriesischen Inseln, dem „Dornröschen der Nordsee“ war im Programm. Die Insel Baltrum mit ihren 6,5 qkm galt es zu entdecken. Auch die Salzwiesen in herbstlichen Farben waren wieder reich bevölkert.

  • Mehr Information über diese Reise findet ihr unter Vereinsbereiche/ Reiseberichte. (Viel Vergnügen beim Stöbern.)

 002 Meppen

Auf der Hinreise die Stadt Meppen

003 Leer Museumshafen

Der Museumshafen von Leer

008 Teilnehmer

Die Reisegruppe

011 Hafen Ditzum

Der Hafen von Ditzum

013 Suurhusen schiefer Turm

Der schiefe Turm von Suurhusen

016a Marienkirche

Die Marienkirche

017 Störtebeckerturm

Im Störtebeckerturm

019 Störtebeckerturm Aussicht

Aussicht vom Störtebeckerturm

026 Im Greetsiel

Im Greetsiel

030 Zwillingsmühle

Die Zwillingsmühle

032 Rysum

033 Rysum

Rysum

040 Ottohaus Emden

Das Otto-Haus in Emden

042 Emssperrwerk

Das Ems-Sperrwerk

046 Strand

Strandgespräche

048 Rosengarten

Sonnenbad im Rosengarten

051 Teestube

Die Teestube

053 Kath. Kirche

Katholische Kirche

054 Salzwiese

Die Salzwiesen

055 Im Watt

Im Watt

060 Papenburg van Veelen Anlage

061 Papenburg van Veelen Anlage

Van der Veelen Anlage in Papenburg

065 Bootsfahrt auf den Kanälen

Bootsfahrt auf den Kanälen

073 Moorlehrpfad

Auf dem Moorlehrpfad

78 Papenburg Hauptkanal

Am Hauptkanal von Papenburg

079 Hotel Lange

Unser Hotel

 

Studienreise Rumänien mit der Kolpingsfamilie Ramsen:

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 Die Reisegruppe vor dem Schloss Peles in Sinaia, mit Reiseführer Bennie.

9 Tage Rumänien vom 29. September – 07. Oktober 2018

„Um Gottes willen, was wollt ihr denn da?“

Das war wohl die häufigste Frage, die wir zu hören bekamen, als wir unsere Rumänien - Studienreise vorstellten.

Sie werden sich wundern, denn Rumänien hat eigentlich alles, was Reisende sich wünschen.

1. Tag:

Mit 44 interessierten Reisefreunden flogen wir nach Bukarest, wo uns am Flughafen schon unser Reiseführer Benjamin Neurohr empfing. Seine erste Ansage: „Sagt alle Benny zu mir“.

Benny war ein Gewinn für unsere Reise. Mit einem großen Wissen über sein Land und die Geschichte, immer freundlich, aufmerksam und hilfsbereit jedem gegenüber.

Unser Besuch begann mit einer Fahrt in die Innenstadt, hier lernten wir bereits wäh­rend einer Stadtrundfahrt unter anderem den Triumphbogen, den Piata Victoria, den Revolutionsplatz, den Palast des Parlamentes, die Patriarchenkirche und die schön restaurierte Altstadt kennen. Anschließend war Check-in im Hotel Venezia

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Der Triumphbogen

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Das zweitgrößte Parlamentsgebäude der Welt

2. Tag:

Die Fahrt ging nach Sinaia. Sinaia war bis Ende des Zweiten Weltkrieges die Sommerresidenz der rumänischen Königsfamilie. Der Bau der Schlossanlage begann in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und wurde 1914 vollendet. Schloss Peles – Sitz Karls I. und Königin Elisabeths – mit Aufzug, Zen­tralstaubsauger, Elektrizität etc. – war eines der modernsten Schlösser dieser Zeit. Die Räume des Schlosses sind mit kostbaren Möbeln ausgestattet. Das kleinere Schloss Pelisor befindet sich ebenfalls auf dem riesigen Schlossge­lände, es wurde als Hochzeitsgeschenk für Thronfolger König Ferdinand und Königin Maria erbaut. Anschließend ging es nach Brasov, wo wir die Schwarze Kir­che besichtigten. Sie besitzt die größte mechanische Orgel in Rumänien und die damaligen Gestühle sind mit Malereien versehen, anhand derer man erkennen kann, welche Zunft hier welche Plätze eingenommen hat. Anschließend fuhren wir zu unserem Hotel Piatra Mare im Raum Brasov.

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Schlossanlage Peles 

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Die Altstadt von Brasov (Kronstadt)

3. Tag:

Der dritte Tag begann mit der ausführ­lichen Besichtigung in Brasov (Kronstadt), einer der wichtigsten Städte Siebenbür­gens. Die erste urkundliche Erwähnung der Ortschaft lautet Corona. Tatsächlich war Brasov schon ab dem Mittelalter die „Krone“ aller deutschen Siedlungen in Siebenbürgen. Eine Ortschaft die sich dank der Zünfte, der guten Handwerker und Händler sehr schnell entwickelt hat. Auf dem großzügigen Rathausplatz steht das 1420 erbaute Rathausgebäude, heute Geschichtsmuseum der Stadt. Der rumä­nische Teil der Stadt bietet als Sehenswür­digkeit die orthodoxe Nikolaus-Kirche. Im Innenhof der Kirche befindet sich auch das Gebäude, in dem die erste rumäni­sche Schule gegründet wurde. Danach stand eine der mächtigsten Kirchenbur­gen im östlichen Siebenbürgen auf dem Programm – Prejmer (Tartlau), die in ihrer Geschichte nie von Angreifern eingenom­men werden konnte. Letzte Besichtigung des Tages war Burg Bran (Törzburg). Die Burg entstand Ende des 14. Jahrhunderts und hat im Mittelalter für Siebenbürgen, sowohl aus militärischen als auch aus wirtschaftlichen Gründen, eine sehr wich­tige Rolle gespielt, Mit dem historischen Dracula, dem walachischen Fürsten Vlad Tepes, hat sie nichts zu tun, trotzdem ist die Burg Bran auch als „Dracula-Burg“ bekannt. Burg Bran war aber Sommerre­sidenz von Ferdinand und Maria. Königin Maria hat die Burg besonders geschätzt und dort viel Zeit verbracht. Eine zweite Nacht verbrachten wir im Hotel Piatra Mare.

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Kirchenburg Prejmer  (Tartlau)  

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Burg Bran (Törzburg) wird als Dracula Burg vermarktet

4. Tag:

Wir verließen die Berge der Südkarpaten und fuhren Rich­tung Norden. Bevor wir Siebenbürgen verließen, besuchten wir das hübsche Städtchen Sighisoara (Schässburg). Auf einer Bergnase befindet sich eine der wenigen noch bewohnten mittelalter­lichen Burgen Europas. Während eines Rundgangs sahen wir den Uhrenturm, einen der ehemaligen Wehrtürme und die Bergkirche. Sighisoara wird in vielen Reiseführern auch als Geburtsstadt des Fürsten Vlad Tepes (Vlad der Pfähler) erwähnt. In den letzten Jahrzehnten wurde der walachische Fürst auch mit Dracula verglichen. Tatsache ist, dass er hier vier Jahre seines Lebens verbracht hat. Im ehemaligen „Geburtshaus Dracu­las“ befindet sich heute ein Restaurant. Auch den Friedhof mit den vielen Deutschen Namen besuchten wir. Die Fahrt ging weiter durch die schöne Naturlandschaft der Ostkarpaten, zum Lacu Rosu (roter See) und durch die Bicaz Klamm. Wir konnten die beeindruckenden Felsformatio­nen sehen und fotografie­ren. Am Abend erreichten wir Piatra Neamt und übernachteten im Hotel Central Palace. Da unser erster Fahrer Adrian die wöchentlichen maximal Fahr - Stunden erreichte und zurück zu seiner Familie fuhr, wurde er für die restlichen sechs Tage von Marcel ersetzt. Beide Fahrer machten einen klasse Job.

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Stadttor von Sighisoara (Schäßburg)  

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Der Uhrenturm  war auch gleichzeitig Stadttor

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Lacu Rosu (Roter See)

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Bicaz Klamm

5. Tag:

Ein ganz besonderer Höhepunkt unserer Reise erwartete uns am 5. Tag. Wir besuchten drei der weltberühmten Moldauklöster. Die Moldauklöster sind eine Gruppe von über 40 rumänisch-orthodoxen Klöstern in der südlichen Bukowina. Die Bauten wurden im 15. und 16. Jahrhundert im damaligen Fürstentum Moldau von Stefan dem Großen und seinen Nachfolgern für Siege auf dem Schlachtfeld veranlasst. Acht Kirchen und Klöster gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe; davon lernten wir die Klöster Voronet, Humor und Moldovita kennen. Im Kloster Moldovita empfing uns die Nonne Tatiana, die uns in ihrer resoluten Art in den orthodoxen Glauben einführte. Obwohl jedes dieser Klöster in seiner Art einzigartig ist, sind alle doch einer Epoche zuzuordnen. Um 1530 entstanden, haben die Fresken bis heute nichts von ihrer leuchtenden Schönheit verloren und zei­gen nicht nur sakrale, sondern auch welt­liche und politische Motive. Abends errei­chten wir die nördliche Bukowina und das Hotel Gerald‘s.

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Stellvertretend für die drei Moldauklöster, hier das Kloster Moldovita außen und innen.

6. Tag:

Wir fuhren wieder Richtung Westen und überquerten den beeindruckenden Pris­lop-Pass, um in die Region Maramures zu gelangen. Besonders die Holzverarbei­tung hat in Maramures Tradition. Kunst­voll geschnitzte Tore, Skulpturen und natürlich die berühmten Holzkirchen, wie z. B. die Holzkirche in Rozavlea und die bezaubernde Klosteranlage in Barsana, standen auf dem Programm. Abends errei­chten wir Sighetu Marmatie mit einer Übernachtung im Hotel Gradina Morii.

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Die berühmte Holzkirche in Rozavlea,     

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die innen direkt auf Holz bemahlt wurde.

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Die kunstvoll geschnitzten Tore und Holzkreuze in der Region Marmamures.

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Die Klosteranlage mit den Holzkirchen in Barsana.

7. Tag:

Unsere Fahrt nach dem Frühstück führte uns nach Sapanta, um hier den „Heiteren Friedhof“, eine besondere Sehenswürdigkeit, zu besuchen. Auf strahlend blauen Holz­kreuzen ist zum Andenken an den Ver­storbenen ein Vers oder eine Malerei zu sehen. Über Baia Mare (Frauendorf) mit kurzem Stopp in der Altstadt ging die Reise weiter nach Cluj Napoca (Klausenburg). Während der Besichtigung sahen wir die katholische Michaelskirche, die ehema­ligen Wehrmauern und die orthodoxe Kathedrale. Im Grand Hotel Napoca verbrachten wir eine angenehme Nacht.

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Der heitere Friedhof in Sapanta, nahe der Ukrainischen Grenze.

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Sehenswürdigkeiten in Cluj Napoca (Klausenburg)

8. Tag:

Nach dem Frühstück kauften wir für unser Mittags Picknick ein und fuhren über Turda in Richtung Sibiu (Hermann­stadt). Wir erreichten Biertan (Birthälm), ein typisches Bauerndorf in Sieben­bürgen, wo wir auf dem Dorfplatz unsere eingekauften, landestypischen Speisen und Getränke verzehrten. Die wehrhafte Kirchen­burg (UNESCO-Weltkulturerbe), die als schönste Rumäniens gilt, besichtigten wir anschließend. In einem scheinbar vergessenen Turm sind unbearbeitete Originalfresken sichtbar. Wir schauten uns die Türme einmal etwas genauer an und entdeckten einzelne Gesichter. Eine Besonderheit und einer der Schätze der Burg ist die mechanisch aufwendige Sakristeitür mit 19 Riegeln, die auf der Weltausstellung 1889 in Paris vorgestellt wurde und große Beachtung fand. Nach der Weiterfahrt nach Sibiu, wo uns am Abend, ein Abschiedsessen in einem uri­gen Altstadtrestaurant erwartete. Der abendliche Abschluss fand in der Hotelbar des Golden Tulip Ana Tower statt.

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Kirchenburg und UNESCO Weltkulturerbe in Biertan (Birthälm)

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Hochaltar der Kirchenburg 

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Sakristeitür mit 19 Riegel

9. Tag:

Nach dem Verladen der Koffer, machten wir einen Stadtrundgang in Sibiu, gegründet von den deutschen Kolonisten, später Siebenbürger Sach­sen genannt. Schon Ende des 12. Jahr­hunderts war Sibiu eine der wichtigsten Handelsstädte Siebenbürgens und 2007 Kulturhauptstadt Europas. Ein Stadtrund­gang durch die umfangreich restaurierte Altstadt führte uns zum Großen und Klei­nen Ring. wir gingen über die Lügen­brücke und erreichten die evangelische Stadtpfarrkirche sowie die orthodoxe Kathedrale (eine der größten in Sieben­bürgen). Uns blieb noch etwas Zeit für einen Bummel und kleine Einkäufe, bevor der Transfer zum Flughafen erfolgte. Dort verabschiedeten wir uns von unserem Reiseleiter und dem zweiten Fahrer Marcel, der uns sechs Tage durch Rumänien fuhr. Der Rückflug ging mit einer Propellermaschine nach Wien, mit kurzem Aufenthalt, um ihn dann mit einem Airbus von Wien nach Frankfurt fortzusetzten. Firma Cassel holte uns vom Flughafen Frankfurt ab und brachte uns wieder wohlbehalten nach Ramsen.

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Stadtmauer mit Wehrturm von Sibiu (Hermannstadt)

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Das Brunkenthal-Palais in Sibiu

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Die Lügenbrücke von Sibiu. Es ist alles in Ordnung, es waren nur anständige Menschen drauf.